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Diese Form der Massage bietet Ihnen die Gelegenheit, den Kontakt zum eigenen Körper wiederaufzunehmen.

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06. März 2015

Konservativ? – Operativ? – Individuell!

Jede Therapieform hat Vorteile, Abwägen ist angesagt

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Zum letzten Mal präsentieren wir Ihnen auf SPÜRbares mit freundlicher Genehmigung einen Gastbeitrag von Dr. Heiko Durst, Facharzt für Orthopädie und Mitglied der Regensburger OrthopädenGemeinschaft. ( http://orthopaeden-regensburg.de/unsere-praxis/dr-med-heiko-durst.html )

Im dritten Teil des Gastbeitrages zum Thema Achillessehnenriss vergleicht Dr. Heiko Durst konservative und operative Therapien bei Achillessehnenriss.

Behandlung einer Achillessehnenruptur

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Ist es zu einer Achillessehnenruptur gekommen, gilt es, das optimale Behandlungsverfahren auszuwählen. Hierbei ist das Dogma „Achillessehnenruptur = Operation“ veraltet. Auch die konservative Therapie ist bei korrekter Durchführung eine sehr gute Alternative mit einigen Vorteilen gegenüber dem operativen Vorgehen. Es gilt patientenindividuell einen Behandlungsplan festzulegen, der auch Nebenerkrankungen, sportliche Aktivitätslevel, berufliche Ausfallzeiten oder den Patientenwunsch berücksichtigt.

Konservative Therapie

Eine adäquate konservative Therapie einer Achillessehnenruptur kann unseres Erachtens nur bei frischer Verletzung durchgeführt werden. Bei veralteten Läsionen funktioniert sie nicht mehr. Wenn bei einer frischen Achillessehnenruptur im Ultraschall (Sonografie) die Sehnenenden in 20°-Spitzfußstellung zu 75 Prozent aneinanderliegen, ist eine konservative Therapie möglich. Der Fuß wird in einem Softcast (weicher Kunststoffverband) eingebettet und für 8 Wochen in eine 20°-Spitzfußstellung gebracht. Der Fuß darf in einem Spezialschuh mit einer Fersenerhöhung von 2 bis 3 Zentimetern von Beginn an voll belastet werden. Aus Schmerzgründen sind oft jedoch 1 bis 2 Wochen Unterarmgehstützen notwendig.

Nach 8 Wochen erfolgt die Entfernung des Softcasts, wobei der Spezialschuh für weitere 4 Wochen getragen werden muss und die Fersenerhöhung schrittweise reduziert wird. Vorteil dieser Behandlung ist die niedrige Komplikationsrate. Der Nachteil gegenüber der Operation ist jedoch das gegenüber einer Operation erhöhte Risiko einer erneuten Achillessehnenruptur (10 vs. 3 Prozent).

Operative Therapie

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Wenn ein Patient hohe sportliche Ambitionen hat und seine sportlichen Vorlieben im Bereich der stop-and-go- und high-impact-Sportarten liegen, sollte operativ vorgegangen werden. Nach operativen Eingriffen entstehen seltener erneute Risse an der Achillessehne (Achillessehnenruptur) als ohne Operation. Jedoch kann es passieren, dass bei der klassischen, offenen Operationsmethode häufiger Komplikationen wie z.B. Wundheilungsstörungen (bis zu 30 Prozent, 5 bis 10 Prozent schwerwiegend) auftreten, meist durch das Vorliegen von Durchblutungsstörungen, Diabetes mellitus oder die unerfahrene Hand des Operateurs. Wir bevorzugen deshalb die minimal-invasive Operationstechnik, bei welcher über minimale Hautschnitte mit spezieller Technik eine Annäherung und Stabilisierung der gerissenen Achillessehne erreicht wird. Diese Technik ist auch ausreichend für eine funktionelle Nachbehandlung. Gesicherte wissenschaftliche Daten fehlen noch, aber es scheint so zu sein, dass die minimal-invasive Technik die Vorteile der Operation – niedriges Risiko einer erneuten Achillessehnenruptur und die Vorteile der konservativen Therapie (geringe Komplikationsrate) – vereint. Die Nachbehandlung erfolgt auch hier frühfunktionell mit Vollbelastung im Softcast und Spezialschuh mit Fersenerhöhung wie bei der konservativen Therapie beschrieben. Die Parameter sind individuell unterschiedlich und ergeben sich erst bei der Operation.

Sport nach einer Achillessehnenruptur

Sport ist auch nach einer Achillessehnenruptur wieder möglich, sehr häufig sogar auch wieder stop-and-go- und high-impact-Sportarten wie Fußball, Badminton oder Basketball. Der Grundstein liegt aber in der richtigen Therapieentscheidung, der raschen Einleitung der Therapie, der konsequenten Einhaltung stringenter Therapiekonzepte und in einer guten Patientenbetreuung durch ein erfahrenes Therapieteam. Essenziell sind der schrittweise, vorsichtige Belastungsaufbau und das Bewusstsein, dass hohe Belastungen frühestens 4 bis 6 Monate nach Verletzung wieder erreicht werden können.

Im FussSprunggelenkZentrum Regensburg (FSZR) arbeiten wir auf Basis der neuesten wissenschaftlichen Studien. Wir tauschen uns regelmäßig mit nati¬onalen und internationalen Fachkollegen aus und verfeinern permanent unsere Therapiekonzepte in enger Abstimmung mit Physiotherapeuten und Orthopädie-Schuhtechnikern.

Ihr Hubert Brüderlein

(Fotos: fotolia/© Kzenon; Motive)

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