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17. August 2018

Ich tanze mit dir in den Himmel der Schmerzfreiheit hinein

Tanzen verbindet Körper und Psyche auf therapeutische Weise

Woher kommt das Wort „bewegen“? Aus dem Althochdeutschen „biwegan“. Aus der selben Wortwurzel haben sich die Begriffe „Weg“ und „Wiegen“ entwickelt. Schon im Althochdeutschen verstand man darunter, jemanden in Bewegung zu versetzen, genau genommen auf einen bestimmten Weg zu bringen. Die Tanztherapie macht genau das: Sie bringt Menschen wieder in Bewegung und bringt sie weg von einem ausgetretenen Lebenspfad.

Ein wesentlicher Aspekt, unter dem meiner Erfahrung nach chronische Schmerzpatienten leiden, ist die gefühlte Ausweglosigkeit ihrer Situation. Der Schmerz hat sich im wahrsten Sinne manifestiert. Die Betroffenen geraten körperlich und psychisch in einen Stillstand. Die physischen Faktoren sind dabei untrennbar mit den psychischen Faktoren verbunden. Schmerzpatienten haben sich in einen Teufelskreislauf hineingelitten. Es beginnt mit Vermeidungshaltungen, die eigentlich ganz natürlich sind. Wenn uns eine Bewegung weh tut, vermeiden wir sie. Wird ein Körperteil allerdings dauerhaft weniger bewegt, schwächen und verkürzen sich die Muskeln, die Faszien verkleben, es kommt zu Fehlprogrammierungen, die wiederum zu Schmerzen führen. Durch das wenige Bewegen verlernt der Körper Bewegung und ist irgendwann auch physisch nicht mehr bewegungsfähig. Gleichzeitig „lernt“ das Gehirn, dass diese Bewegung vermieden werden muss und speichert diesen Zustand als normal ab. Selbst wenn man an diesem Zustand etwas ändern möchte, hat man unbewusst zwei riesige Hürden aufgebaut: eine muskuläre und eine neurologische.

Wie kommt man nun wieder in Bewegung? Die Tanztherapie ist in ihren vielen unterschiedlichen Formen eine sehr sanfte Methode, Schmerzpatienten wieder in Bewegung zu bringen, und damit die Muskulatur, die Faszien und das Gehirn wieder umzuprogrammieren. Der Leiter des tanzpsychologischen Labors an der britischen University of Hertfordshire, Professor Peter Lovatt, hat in einer Studie bewiesen, dass beim Tanzen im Gehirn neue neuronale Schaltkreise gebildet werden. Zahlreiche Untersuchungen haben außerdem gezeigt, dass beim Tanzen die Glückshormone Dopamin und Serotonin freigesetzt werden, die pharmakologisch schmerzlindernd wirken. Außerdem wurde beim Tanzenden eine sinkende Konzentration des Stresshormons Cortisol im Speichel gemessen. Cortisol ist direkt mitverantwortlich für stärkeres Empfinden von Schmerz.

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Ein gerade für chronische Schmerzpatienten sehr wichtiger Aspekt bei der Tanztherapie ist das Selbstbewusstsein. Viele Patienten sind überrascht, dass sie doch noch bewegungsfähiger sind, als sie vielleicht dachten. Haben sie erst einmal mit den ersten Tanzschritten eine gewisse Sicherheit und Kontrolle über den eigenen Körper gewonnen, kann ein erfahrener Tanztherapeut sie dazu bringen, die selbstgesetzten körperlichen Grenzen zu überschreiten und auch wieder Körperregionen in Bewegung zu bringen, die sie vorher stets „in Ruhe gelassen“ hatten. Der höhere Dopaminspiegel und niedrigere Cortisolspiegel sorgt dafür, dass diese bis dahin vermiedenen Bewegungen weniger schmerzhaft sind, als befürchtet. So erobert sich der Schmerzpatient Stück für Stück seinen eigenen Körper und damit die Kontrolle über das eigene Leben zurück. Im Gehirn allerdings entstehen durch die oben genannte Bildung neuer Schaltkreise im wahrsten Sinne „neue Wege“, die aus der Schmerzsackgasse herausführen können. Übrigens ist Tanzen nicht nur für Schmerzpatienten ein ideales „Medikament“. In einer Studie konnten Multiple-Sklerose-Patienten nach fünfwöchiger Tanztherapie auf eine von zwei Gehhilfen verzichten. Und es ist nachgewiesen, dass regelmäßiges Paartanzen das Demenzrisiko um 76 Prozent senkt. Die Tanztherapie ist in meinen Augen ein weiterer wichtiger Beweis, dass unsere Zukunft in der Medizin in der idealen Kombination aus physischer und psychischer Behandlung besteht.

Ihr Hubert Brüderlein

(Fotos: fotolia/ © ottochka, Naeblys)

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