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04. August 2017

Die Strategie der Spinne

Ein einfaches Konzept gegen die Angst – Gastbeitrag von Dr. rer. nat. Karin Maurer

Karin Maurer ist Doktor der Naturwissenschaften. Die Erkenntnisse, die sie aus dem Studium der Biologie gewonnen hat, verschmolzen für sie als Lernende und Lehrende in Karate und Goshindo mit der Philosophie japanischer Kampfkunst. Diese Kombination bescherte ihr eine Horizonterweiterung, die ihre Blickwinkel auf Natur, Menschsein und Miteinander enorm bereicherte. Diesen weiten Horizont nutzt sie heute unter anderem bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

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In seinem Roman „Der Plan von der Abschaffung des Dunkels“ (1993) beschreibt der dänische Autor Peter Høeg ein Spinnennetz und entwickelt daraus eine bemerkenswerte Metapher, die ich hier aufgreifen und erweitern möchte.

Spinnen ernähren sich größtenteils räuberisch. Ihr Sehvermögen ist jedoch sehr schwach, sie können nur hell und dunkel unterscheiden. Sie besitzen jedoch spezielle Sinneshaare, die Erschütterungen und feinste Vibrationen anzeigen. Hiermit kann sich eine Spinne in der Umgebung orientieren. Mit dem Bau ihres Fangnetzes dehnt sie ihre Wahrnehmung weit über ihren Körper hinaus aus. Wie durch eine Art Datenleitung spürt sie Aktivitäten im gesamten Ausbreitungsbereich ihres Netzes. Ob Beute gemacht wurde oder Gefahr droht ist für sie eine lebenswichtige Information. Da die Größe ihres Netzes ihrem Aktionsradius angepasst ist, kann sie auf jeden Reiz mit einer lebenserhaltenden Aktion antworten.

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Durch die massive Entwicklung der Kommunikationstechnologien haben wir Menschen unser Wahrnehmungsnetz über den ganzen Planeten geworfen und darüber hinaus. Ein täglicher Cocktail von Informationen aus aller Herren Länder überflutet unsere Sinne, größtenteils bedrohlich, alarmierend, schockierend. Entsprechend unserer Natur müssten wir körperlich aktiv werden, flüchten, uns verteidigen, oder den Mitmenschen helfend zur Seite stehen. Da dies angesichts der Distanzen unmöglich ist, sind wir auf die reine Wahrnehmung reduziert und ihr ohnmächtig ausgeliefert. Kein Wunder, dass wir in ständiger Angst leben! Je nach Persönlichkeit reagieren wir empfindlich oder stumpfen ab, und entwickeln Ausweich-Strategien, um zurecht zu kommen. Natürlich ist dieser Zustand jedoch nicht, er macht körperlich und seelisch krank.

Nehmen wir uns die schlichte Strategie der Spinne zum Vorbild! Lassen wir ab von dem zwanghaften Bedürfnis immer wissen zu wollen, was weltweit vor sich geht. Relevante Information für unser menschliches Dasein gewinnen wir nur dort, wo wir auch aktiv tätig werden können. Wichtig ist der Mensch im Nachbarhaus, der Freund (oder Feind) den wir regelmäßig persönlich treffen. Wer seine Spinnenfäden nur dort festmacht wo er auch handlungsfähig ist, lebt gemäß seiner Natur. Oft heißt es heute: „Man muss doch informiert sein!“ Zu welchem Zweck? Einen groben Überblick über das Weltgeschehen (so wie es dargestellt wird) zu haben ist sicherlich sinnvoll, um eine schnelle und sichere Einschätzung eintreffender Nachrichten gewinnen zu können. Der Fokus jedoch liegt in der Nähe.

Quälen uns Gedanken an schlimme Zustände in der fernen Welt, so dürfen wir uns entspannen bei dem Schauspiel, das sich uns manchmal bei einem frühmorgendlichen Spaziergang in der Natur zeigt, wenn der Tau sichtbar macht, was uns sonst verborgen bleibt: Sie sind überall, die Spinnennetze! Würde jeder Mensch Verantwortung in seinem erreichbaren Umfeld verspüren und dementsprechend handeln, wäre vermutlich einiges auf der Welt anders. Beginnen wir daher auch damit unseren Mitmenschen Mut zu machen, sie zu inspirieren, zu unterstützen, ihnen zu vertrauen!

Ihre Karin Maurer

(Fotos: Adobe Stock © Thaut Images / © pathdoc)
* Adobe Stock-Fotos und / oder -Grafiken zuvor lizenziert unter fotolia.com

Der Plan von der Abschaffung des Dunkels

Unser Buchtipp dazu:

Der Plan von der Abschaffung des Dunkels
ISBN: 978-3499137907
Peter Høeg

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