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30. Juni 2017

Wissen ist nur die halbe Macht

Wer etwas ändern will, muss in die Handlung kommen

In den letzten beiden Artikeln habe ich Ihnen die drei Typen des Scheiternden nach George Leonard vorgestellt: den Dilettanten, den Fanatiker und den Phlegmatiker. Warum scheitern diese Personen an dem Ziel, ihr Leben zu verändern?

Die Beschreibung der drei Persönlichkeitstypen hat sich in der Praxis als hilfreich erwiesen, um zu erkennen, warum wir Menschen uns nicht auf dem Weg der Meisterschaft befinden.

Um  eine Heilung zu erfahren, ist es nicht nur notwendig, seinen Körper zu trainieren, sondern auch, Seele und Geist mit einzubeziehen. Den Punkt des Widerstandes (Schmerzen/Bewegungseinschränkungen/Unlust/Angst/Vorurteile...) zu überwinden, ist von entscheidender Bedeutung. Wissen alleine reicht nicht, der Mensch muss in die Handlung kommen.

Ein sogenanntes ungutes Gefühl kann auch als positiver Wegweiser gedeutet werden. Warum?

Weil unser Geist/Gehirn immer unser Überleben sichern möchte. Etwas „Neues“ ist meist eine Bedrohung und kostet Energie für das Gehirn. Deshalb werden sogenannte Ausreden vom Gehirn kreiert, damit wir nicht in die Handlung kommen.

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Gerade dieses Unwohlsein können wir als Einladung für Neues (Übungen/Verhaltensänderung) positiv deuten und sofort damit beginnen, bevor die Ausreden immer mächtiger werden.

Erstaunlich ist, was dann passiert. Wenn erst einmal begonnen worden ist mit dem Training, der Arbeit verschwindet oftmals das Gefühl des Unwohlseins. Es folgt das Gefühl der Freude und die Arbeit bzw. das Training kann gelingen.

Diese Situationen haben wir alle schon einmal erlebt, der Mensch kommt müde von der Arbeit nach Hause. Er hat sich jedoch vorgenommen, vor dem Abendbrot noch zum Laufen zu gehen oder seine Gesundheitsübungen durchzuführen. Schafft er nicht, das Gefühl des Unwohlseins sofort zu überwinden, und ruht sich vor dem Laufen aus, dann wird die Müdigkeit siegen.

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Weiß er um die Zusammenhänge des Unwohlseins, dieser Müdigkeit, dann wird er sofort in seine Rituale übergehen, seinen Trainingskleidung anziehen und mit der Handlung beginnen. Nach mehreren Minuten weicht die Müdigkeit und Freude kommt auf. Nach ein paar Minuten spürt man, das war doch gar nicht so anstrengend, wie ich gedacht habe.

Nach dem Training fühlt er sich frisch und ist noch bis zu Schlafen gehen in guter Stimmung und dankbar, dass er diesen Widerstand überwunden und in seine Gesundheit investiert hat. Die Lebensqualität verändert sich zum Positiven.

Fazit:

Wenn der Mensch um die Zusammenhänge wissen, mit Schmerzen, Gefühlen und Gedanken richtig umgehen kann, dann kann Heilung (auf allen Ebenen) gelingen.

Mein Buchtipp zum Thema: George Leonard „Der längere Atem“, ISBN 978-3453700550.

Ihr Hubert Brüderlein

(Fotos: fotolia/ © liveostockimages, fotogestoeber)

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